Mit der Ausrichtung des letzten Rennens zur deutschen Cross Country Meisterschaft betrat man beim MSV Bühlertann in Sachen GCC-Ausrichtung völliges Neuland. Zwar hatten die Jungs vom MSV Bühlertann schon bei den letzten Rennen mächtig die Werbetrommel gerührt, aber dennoch wussten wohl die wenigsten, was sie in dem schwäbischen Örtchen nahe Schwäbisch Hall erwartete.
Im Nachhinein zeigte sich dann aber, dass man mit dem MSV Bühlertann eine gute Wahl getroffen hatte, denn ohne wenn und aber passte von A bis V und X bis Z alles. Das W musste man zumindest für den Sonntag auslassen, denn da machte das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung der Bühlertanner Vereinskollegen. Aber dafür konnten sie nun mal nichts und meisterten auch diese Situation mit sprichwörtlich schwäbischer Gründlichkeit. Was die Rennen am Samstag anging war alles von allerbester Couleur, so dass die XC Guests planmäßig als Erste auf die von sogenanntem Werksboden geprägte Strecke gehen konnten.

Lauf 1: Am besten entgegen kamen diese Bedingungen Gregor Schropp, der schon vom ersten Meter an, einen Paradestart aufs Parkett legte und somit auf seiner KTM den Holeshot mit nahezu zehn Metern Vorsprung am Ende der Startgeraden auf seinem Konto verbuchen konnte. An zweiter Stelle folgte Ingo Trost mit ebenfalls schon einigen Metern Abstand zum ersten Lokalmatadoren Manuel Vraschek vom MSV Bühlertann, der Markus Seibold und Robin Müller ebenfalls schon einige Meter abspenstig machen konnte. Am Ende der ersten Runde hatte sich jedoch Florian Schug an Gregor Schropps Fersen geheftet, mit Ingo Trost und Manuel Vraschek aber sozusagen noch alte Bekannte vom Start hinter sich. An die fünfte Stelle war mittlerweile Martin Gaab vor gerückt.
Nachdem auch die zweite Runde unter Dach und Fach war, lautete die Reihenfolge vorne Florian Schug und Manuel Vraschek, während Gregor Schropp nur noch auf Platz drei unterwegs war und nach wie vor Ingo Trost und Martin Gaab auf den dahinter liegenden Plätzen um die weiteren Positionen kämpften. Dahinter folgte mit Sascha Staudigel allerdings schon ein Pilot, der sich erfahrungsgemäß zu diesem Zeitpunkt mit einem sechsten Platz sicher noch nicht zufreiden geben wollte. Gesagt und getan, lag Martin Gaab nur wenige Augenblicke später schon hinterm schnellen Bieberbach-Piloten und auch Ingo Trost konnte Sascha Staudigel nur eine Runde länger Paroli bieten, ehe er diesen ziehen lassen musste. Davor lagen noch immer Florian Schug, Manuel Vraschek und Gregor Schropp.

Nach fünf gefahrenen Runden hatte Sascha Staudigel Platz zwei hinter Florian Schug erkämpft, während sich Gregor Schropp mit zwanzig Sekunden Vorsprung auf Frank Wiedemann noch auf Platz drei halten konnte. Ingo Trost agierte unterdessen auf der fünften Position des XC Guest-Feldes, ehe er diesen Platz nur wenig später dem Piloten Markus Tolksdorf überlassen musste. Aber auch Frank Wiedemann auf dem vierten Platz konnte Markus Tolksdorf nicht mehr als eine weitere Runde hinter sich halten und fiel im Anschluss gleich noch bis an die achte Position zurück, wodurch Joachim Bölz und damit einem weiteren Lokalmatadoren des MSV Bühlertann der fünfte Rang zu Teil wurde. An der Front des Feldes lagen weiterhin Florian Schug, Sascha Staudigel und Gregor Schropp.
Nachdem die Piloten reihenweise zum Tankstopp in die Box abgebogen waren, konnte Sascha Staudigel die Führung übernehmen und lag damit bis auf Weiteres vor den Piloten Florian Schug und Gregor Schropp. Vierter war noch immer Joachim Bölz, jetzt gefolgt von Markus Tolksdorf und Stephan Weigand.
Einige Kurven weiter rutschte Gregor Schropp bis auf den fünften Platz zurück, wodurch Markus Tolksdorf, Joachim Bölz und Stephan Weigand die Plätze zwei bis vier übernehmen konnten. Florian Schug rangierte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nur noch auf dem sechsten Platz der XC Guests. Nach Beendigung der elften Runde hatte Stephan Weigand einen Weg an Markus Tolksdorf vorbei gefunden und lag von nun an auf Platz zwei hinter Sascha Staudigel, während Gregor Schropp seinen Rivalen Frank Wiedemann vom vierten Platz bugsierte. Dieser drehte den Spieß allerdings nur eine Runde später kurzerhand wieder um und schnappte sich im gleichen Atemzug auch noch den vor ihm liegenden Markus Tolksdorf. Dieser war damit aber nicht wirklich einverstanden und konterte postwendend, ehe es in die letzte Runde des Rennes ging.

Sascha Staudigel geriet dann aber noch einmal kräftig unter Druck von Stephan Weigand, konnte letzten Endes aber dennoch mit 0,6 Sekunden Vorsprung das Rennen zu seinen Gunsten entscheiden. Dritter wurde Markus Tolksdorf vor Frank Weidemann und Joachim Bölz, der kurz zuvor Gregor Schropp noch auf den sechsten Platz verweisen konnte. Siebter wurde unterdessen Florian Schug vor Rico Siebert und Manuel Vraschek. Rang zehn ging schließlich noch an den Kawasaki-Piloten Martin Gaab.

Im Gespräch mit Moderator Christian Hens gab Sascha Staudigel nach dem Rennen folgendes Statement ab: „Super Strecke mit fantastischen Bedingungen, habe aber in der letzten Runde nicht mehr damit gerechnet, dass noch einmal jemand hinter mir auftauscht. Als wir zweimal die Plätze getauscht hatte, ging Stephan zwischendurch das Motorrad kurzzeitig aus, so dass ich vorbeiziehen konnte. Sicher wäre eine weitere Runde noch einmal sehr spannend geworden, aber so war es dann doch letztlich das bessere Ende für mich. Gratulation auch an Stephan, super gefahren!“
Lauf 2: Nach der Gästeklasse gingen die Nachwuchspiloten der Klassen Wild Childs WCS 2 und WCS 1 in ihr vierzig minütiges Rennen. Aufgrund der wesentlich schnelleren 85er Maschinen standen wie gewohnt die WCS 2 Piloten vor den kleineren 65ern der Klasse WCS 1.

Leon Dörzbacher hatte dabei die besten Nerven, setzte seine Maschine als Erster in Bewegung und lies den Rest des Feldes zunächst einmal hinter sich. Lukas Gurr wollte sich schon am Start etwas in Szene setzen und bog hinter der Startlinie zunächst im 90° Winkel direkt in Richtung Zuschauer ab, ehe er sich besann und dem Rest des Feldes hinterher wetzte.
Nach der ersten Runde hatte allerdings Christoph Westphal die Führung übernommen, nachdem er am Start an zweiter Stelle liegend, ins Rennen ging. Zweiter war zwischenzeitlich Chris Nitzschke vor Noah Wenz und Stephan Westphal. An die fünfte Position hatte sich Dennis Widmayer geschoben, jedoch noch dicht gefolgt von Andreas Kleber und Leon Dörzbacher. Wenig später erkämpfte sich Manuel Wiedmann den fünften Platz von Stephan Westphal, der nur wenig später ganz die Segel für diesen Tag streichen musste und das Rennen vorzeitig beendete. Klaus Huleja rückte dadurch auf den sechsten Platz nach vorne, während davor erst einmal alles unverändert blieb.

Noch in der letzten Runde verlor Chris Nitzschke seinen schon fast sicher geglaubten zweiten Platz an Noah Wenz und auch Dennis Widmayer konnte noch zu allem Übel vorm Überqueren der Ziellinie am Chris Nitzschke vorbei schlüpfen, so dass am Ende nur der undankbare vierte Rang zu Buche stand. Christoph Westphal gewann mit acht Sekunden Vorsprung eindeutig den Lauf der Klasse WCS 2, während auf den Plätzen fünf bis zehn die Piloten Manuel Wiedmann, Klaus Huleja, Andreas Kleber, Maximilian Hägele, Nico Haid und Niklas Schunk ins Ziel kamen.

In Sachen Meisterschaft hatte Luca Pepe Menger schon seit Schefflenz alles klar gemacht und Chris Nitzschke letztlich den zweiten Platz vor Noah Wenz und Christoph Westphal in Bühlertann unter Dach und Fach gebracht. Fünfter wurde Andreas Kleber mit dem gleichen Punktestand wie Marcel Hofbauer aber dem entscheidenden, besseren Ergebnis beim letzten Rennen.
In der kleinen Klasse (WCS 1) hatte Tizian Mey am Ende der Startgeraden das Vorderrad gerade mal dreißig Zentimeter vor Paul-Erik Huster, während Yannik Eberle zwei Meter dahinter folgte.

Ruben Schmid war jedoch Derjenige, der nach der ersten Runde als Erster die Zählstelle passierte. Tizian Mey folgte an zweiter Stelle, hatte aber unmittelbar hinter sich Maximilian Langbein und Jorden Bachmann. Erst in der dritten Runde konnte Maximilian Langbein seinen Kontrahenten Tizian Mey hinter sich lassen, was ihm demzufolge den zweiten Platz einbrachte und Yannik Eberle erkämpfte sich erfolgreich Platz vier, indem er Jorden Bachmann überholte.
Aufgrund der langen Strecke neigte sich das Rennen nach nur zwei weiteren Runden schon seinem Ende zu.

Vorne lag noch immer Ruben Schmid, gefolgt von Maximilian Langbein, Tizian Mey und Jorden Bachmann. Auf Rang fünf positionierte sich Yannik Eberle vor Niklas Hörmann und Paul-Erik Huster. Die Plätze acht bis zehn gingen unterdessen an Tobias Holz, Leandro gabriel Hagen und Jonas Dünniger. Noch vorm Überqueren des Zielstrichs verlor Yannik Eberle zwei Plätze, so dass er am Ende hinter Niklas Hörmann und Paul-Erik Huster Siebter wurde, während alle anderen Positionen unverändert ins Ziel gefahren wurden.

In der Meisterschaft stand somit Tizian Mey ganz oben, Maximilian Langbein mit dem zweiten Platz etwa zehn Zentimeter darunter und Paul-Erik Huster weitere zehn Zentimeter darunter mit Platz drei. Vierter wurde Leandro gabriel Hagen vor Jorden Bachmann und Yannik Eberle.
Lauf 3: Im dritten Lauf des Tages standen finalbedingt gleich vier Klassen an den Startlinien der bestens präparierten Strecke. Außer den XC Super Seniors gingen auch die Probanden der XC Juniors, XC Beginners und der XC Women´s in ihr letztes Rennen der diesjährigen German Cross Country Saison.

Unter den XC Super Seniors wurde Konrad Schneider einmal mehr voll seinem Anspruch als Startkönig gerecht, indem er in Bühlertann erneut den Rest des Feldes hinter sich ließ. Jedoch folgten Jörg Steenbock und Klaus Metzger auf dem Fuße. Gegen den schnellen Mann Klaus Metzger aus dem Odenwald hatte Konrad Schneider allerdings nicht viel aufzubieten und musste diesen schon alsbald ziehen lassen. Jens Thalmann sortierte sich ebenfalls noch in der ersten Runde hinter Konrad Schneider auf Platz drei ein, während Jörg Steenbock als Vierter vorm zweiten Schefflenzer Piloten Uli Körber die erste Runde beendete.
Nur kurze Zeit später verdrängte Jens Thalmann den GCC-Routinier Konrad Schneider auf den dritten Platz und Uli Körber erkämpfte sich nach einer längeren verletzungsbedingten Pause und dem erst zweiten Rennen nach Schefflenz schon einmal den vierten Platz von Jörg Steenbock. Klaus Metzger an der Front hatte sich mit dreißig Sekunden Vorsprung nach nur zwei Runden sozusagen schon einmal vom restlichen Feld verabschiedet.

Konrad Schneider konterte jedoch erneut eine Runde später und übernahm wieder seinen angestammten zweiten Platz von Jörg Thalmann, der wenige Kurven weiter auch noch hinter Jörg Steenbock zurückfiel, da dieser schon zuvor Uli Körber hinter sich gelassen hatte. Aber auch Uli Körber fackelte nicht lange und zog am Harzgeroder Piloten Jens Thalmann noch innerhalb derselben Runde vorbei.
Jörg Steenbock und Uli Körbers Vorwärtsrang war danach aber noch längst nicht gestillt und so fielen den Beiden im weiteren Verlauf Konrad Schneider ebenfalls zum Opfer, womit dieser dann auch nur noch auf Rang vier vor Jens Thalmann rangierte, ehe Uli Körber sich auch noch zusätzlich an Jörg Steenbock vorbei presste und von nun an erst einmal auf Platz zwei unterwegs war. Klaus Metzger an der Front hatte zwischenzeitlich auf seiner KTM einen Vorsprung von knapp 1:40 Minuten herausgefahren.

Nach Absolvierung der siebten Runde lag jedoch Jörg Steenbock schon wieder vor Uli Körber und damit auf Platz zwei, bevor es nach einer weiteren Runde ohne Veränderungen erst einmal zum Tanken in die Boxen ging.
Nachdem alle Piloten neuen Sprit gefasst hatten, ging es in unveränderter Reihenfolge zunächst in die zweite Hälfte des laufenden Rennens.
Uli Körber nahm sich im Anschluss erneut Jörg Steenbock zur Brust und ließ kurzerhand seinen Widersacher hinter sich, der dadurch abermals mit Platz drei Vorlieb nehmen musste. Danach waren die Platzverhältnisse unter den XC Super Seniors ohne Wenn und Aber geklärt. In der zuvor genannten Reihenfolge wurde der Rest des Rennens absolviert, ehe es zum letzten Mal über die Ziellinie ging. Klaus Metzger gewann also mit mehr als einer Minute Vorsprung deutlich das Rennen, obwohl er es in den letzten Runden merklich ruhiger angehen gelassen hatte und dementsprechend den Speed drosselte.

Klaus Metzger hatte nämlich ursprünglich mehr als 2 ¾ Minuten Vorsprung auf den Rest des gesamten Feldes, obwohl dieser Lauf immerhin aus insgesamt vier gestarteten Klassen bestand.
Seine eigenen Worte nach dem Rennen: „ Freue mich riesig über den Sieg, klasse vom Publikum angefeuert worden, obwohl sie mich gar nicht kennen. Bin dann zum spaß des Publikums gefahren, weil ich einfach dieses Jahr noch einmal gewinnen musste. Vielen dank auch ans Team und den Veranstalter für die tolle Arbeit und der super Strecke, die schnell zu fahren war. Ich liebe solche Strecken mit harten Anbremsmanövern, da ich da meine Erfahrungen aus den früheren WM-Läufen ausspielen kann und ich richtig in meinem Element bin“.

In der Meisterschaft war die Sache eh schon in Schefflenz zu Gunsten von Jörg Albrecht entschieden, womit der Schefflenzer in Bühlertann nach seinem Sturzpech in Schefflenz aber auch gar nicht erst zum Rennen antreten musste bzw. konnte. Zweiter wurde Konrad Schneider vor Jens Thalmann und Michael Böde. Fünfter wurde schließlich noch der Butzbacher Pilot Jörg Steenbock.
Hinter den Senioren gingen die Youngsters, sprich die XC Juniors in Ihr zweistündiges Rennen. In dieser Klasse hatten gleich noch mehrere Piloten adäquate Titelambitionen und sorgten somit von Anfang an für ein höchst spannendes Rennen. Sören Vollhardt, ein weiterer Favorit dieser Klasse trat in Bühlertann jedoch gar nicht erst zum Start des Rennens an.

Am Start hatte dann aber zunächst einmal Max Müller die Nase vor Yannik Spachmüller und dem Lokalmatadoren Jonas Schlögl, der allerdings noch auf der Startgeraden von Matthias Scheel abgefangen wurde.
Nachdem das Feld aus der ersten Runde zurückkam, hatte nach wie vor Max Müller Platz eins inne, dahinter fanden sich aber schon die Piloten Nico Maier und Christian Braun, während Yannik Spachmüller mit Rang vier noch zwei Sekunden vor Patrick Patela agierte.
Kurz danach übernahm Christian Braun erstmals die Führung vor Nico Maier und Max Müller. Hinter Yannik Spachmüller hatte sich zwischenzeitlich Robin Müller eingefunden, der nur wenige Ecken weiter an seinem Vordermann vorbei ziehen konnte.

In der vierten Runde schob sich Matthias Scheel auf den vierten Platz, wodurch Yannik Spachmüller mit Rang fünf Vorlieb nehmen musste und Robin Müller gar auf Platz sieben zurück gereicht wurde. Vorne blieb derweil alles beim Alten, sprich Christian Braun vor Nico Maier und Max Müller.
Danach rückte Robert Domschke auf den vierten Platz vor, hatte mit Matthias Scheel und Yannik Spachmüller aber nach wie vor zwei schnelle Piloten direkt hinter sich. Nur ein paar Minuten später lag Yannik Spachmüller schon wieder vorm Kontrahenten Matthias Scheel auf Platz fünf und brauchte nur eine weitere Runde dazu, um sich auf dem dritten Rang vor Nico Maier und Robert Domschke zu etablieren. Max Müller hatte derweil den zweiten Platz hinter Christian Braun eingenommen, ehe es zum Tanken ab in die Boxen ging.

In der zweiten Hälfte des Rennens bestimmte nach wie vor Christian Braun das Geschehen an der Front der XC Juniors, an die zweite Position hatte sich jetzt aber Yannik Spachmüller geschoben, gefolgt von Nico Maier und Max Müller. Robert Domschke rangierte nach den Boxenstopps zunächst auf Position fünf, ehe Matthias Scheel nach einer weiteren Runde diesen Platz für sich beanspruchte.
Nach knapp neunzig Minuten konnte Max Müller wieder an die Spitze des Feldes fahren, wodurch Christian Braun mit Platz zwei Vorlieb nehmen musste. Nico Maier belegte unterdessen vor Yannik Spachmüller und Matthias Scheel den dritten Platz. Die Freude am ersten Platz hielt für Max Müller jedoch nur eine Runde lang, da sich Christian Braun wieder die Führung zurück holte und auch Robert Domschke seinen Konkurrenten Matthias Scheel wieder vom fünften Platz vertrieb. Danach waren auch in diesem Feld die Verhältnisse geklärt und ohne weitere Veränderungen wurde das Rennen schließlich zu Ende gefahren.

Max Müller hingegen reichte der zweite Platz im Rennen hinter Christian Braun aus, um die Meisterschaft zu seinen Gunsten zu entscheiden, wohin gegen Christian Braun mit dem Sieg den Vizetitel einfuhr. Dritter wurde schlussendlich noch Sören Vollhardt, ohne dass er am letzten Rennen überhaupt am Start gewesen war. Die Plätze vier und fünf gingen dementsprechend an Nico Maier und Lukas Reichstein.
Bei den Damen schenkte sich die Favoritin Sally Böde den Start, da sie erstens den Meistertitel schon seit Schefflenz sicher in der Tasche hatte und zum zweiten die ganze Saison über noch die Klasse XC Sport C bestritten hatte, also immer zwei Rennen hintereinander fuhr. Da sie aber in der Sport C noch möglichst weit vorne landen wollte, hob sie sich Ihre Kräfte in Bühlertann explizit für dieses Rennen auf. Dadurch erhöhten sich natürlich für ihre Konkurrenz die Chancen auf eine Topplatzierung erheblich, vor allem aber für die schnelle Ebersdorferin Nina Buchholz und die erfahrene Dillstädterin Margit Müller.

Vom Start weg setzte sich dann auch prompt Nina Buchholz vor den Rest des XC Women Feldes. Als Zweite folgte Corinna Schlicht, gefolgt von Josefine Fischer und der Lokalmatadorin Kerstin Schmidt.
Am Ende der ersten Runde hatte jedoch Josefine Fischer die Führung vor Janina Seeber und Nina Buchholz übernommen. Lena Schneider beendete als Vierte, noch vor Margit Müller den ersten Turn auf dem Bühlertanner GCC-Premiumkurs.
Kurz danach befand sich Nina Buchholz erneut auf Rang zwei, während Kerstin Schmidt hinter Margit Müller auf den fünften Platz zurück gefallen war und auch Lena Schneider nur noch auf Rang sechs unterwegs war. Nur eine Runde später übernahm Nina Buchholz wieder die Führung und Janina Seeber auf Platz drei zog wenige Kurven später ebenfalls an Josefine Fischer vorbei auf Position zwei. Margit Müller und Kerstin Schmidt belegten nach wie vor die Plätze vier und fünf.
Kurz vor den anstehenden Boxenstopps fand auch Margit Müller schließlich noch einen Weg vorbei an Josefine Fischer.

Nach Abschluss der Boxenstopps hatte auch Kerstin Schmidt einen Weg an Josefine Fischer vorbei gefunden, die damit natürlich nur noch an fünfter Position im Feld der Damen unterwegs war. Zu guter Letzt kam auch noch Lena Schneider von hinten angeflogen und zwackte Josefine Fischer unerschrocken einen weiteren Platz ab.

Ohne weitere Veränderungen unter den ersten fünf Damen des XC Women-Feld beendete man schließlich das Rennen mit Nina Buchholz als Siegerin, gefolgt von Janina Seeber und Margit Müller. Kerstin Schmidt steuerte ihre KTM vor Lena Schneider ins Ziel, während Corinna Schlicht, Josefine Fischer und Patricia Riegler auf den weiteren Plätzen das Ziel erreichten. Lokalmatadorin Anja Walzhauer musste sich unterdessen nur mit Rang neun begnügen.

In Sachen Meisterschaft stand Sally Böde ohnehin schon seit Schefflenz als Titelgewinnerin fest, während Lena Schneider am Schluss noch den Vizetitel vor Margit Müller und Nina Buchholz abräumte. Fünfte wurde am Ende dann noch Janina Seeber vom JeNoTec-Racing Team.
Die letzten Piloten, die in diesem Lauf auf die Strecke gingen, waren die Jungs, die in Zukunft in den höheren Klassen zu erwarten sein werden, sprich die XC Beginners.
Was den Start in diesem Feld anging, lagen die besten Chancen auf eine gute Ausgangsposition bei Tobias Weissleder, Marcel Schramm und Tobias Brand. Danach kam auch schon das restliche Feld in einem einzigen Pulk auf die erste Kurve zugeflogen.

Auch Turn eins beendete Tobias Weissleder an vorderster Front, hatte jetzt aber Alexander Krieg und Tommy Bernhardt hinter sich, während die weiteren Plätze an Tobias Brand, Bastian Michel und Andreas Wagner gingen. Nur wenig später ließ Andreas Wagner schon einmal Tobias Brand und Bastian Michel hinter sich, wodurch auch Bastian Michel am Vordermann Tobias Brand vorbei schlüpfen konnte.
Nach der dritten Runde befand sich Andreas Wagner schon auf Platz zwei hinter Tobias Weissleder, Alexander Krieg dagegen nur noch auf Rang drei, allerdings noch vor seinen Widersachern Bastian Michel und Tobias Brand. Diese Situation hielt jedoch nur wenige Minuten lang an und Andreas Wagner fand sich schneller wieder auf Platz vier hinter Bastian Michel und Alexander Krieg, als ihm lieb sein konnte. Platz fünf hatte sich zwischenzeitlich Marcel Schramm unter den Nagel gerissen.

Kurz bevor es zu den obligatorischen Tankstopps in die Boxen ging, übernahm Bastian Michel die Führung von Tobias Weissleder und Andreas Wagner platzierte sich zunächst auf Rang drei, da Alexander Krieg bis auf Rang fünf, noch hinter Marcel Schramm zurück gefallen war.
In der zweiten Hälfte des Rennens bestimmte zunächst noch Bastian Michel das Geschehen an der Front, jedoch nicht ohne die Gewissheit, nach wie vor unter direkter Beobachtung von Tobias Weissleder und Andreas Wagner auf den Plätzen zwei und drei zu stehen. Marcel Schramm dahinter hatte sich unterdessen ein Polster von zwanzig Sekunden auf seinen Nachfolger André Junghanns heraus gefahren.

Nach knapp neunzig Minuten übernahm Tobias Weissleder erneut die Spitzenposition im Rennen der XC Beginners. Andreas Wagner erkämpfte Platz zwei vor Bastian Michel und Marcel Schramm, der noch immer vor André Junghanns liegend, seine Runden drehte. Jedoch keine zehn Minuten später hieß die Führung erneut Andreas Wagner vor Tobias Weissleder. André Junghanns nahm danach noch einmal beherzt seinen Gasgriff in die Hand und lag dadurch binnen einer weiteren Runde auf dem zweiten Platz vor Tobias Weisleder, Bastian Michel und Marcel Schramm.
Noch in der letzten Runde verlor Marcel Schramm seinen schon sicher geglaubten fünften Rang an Frank Thurm, während davor die Positionen bis ins Ziel bezogen blieben.
Erster wurde somit Andreas Wagner vor André Junghanns und Bastian Michel. Tobias Weissleder blieb hingegen nur der vierte Platz vor Frank Thurm und Marcel Schramm übrig.
In der Meisterschaft ging dementsprechend der größte Pokal an Andreas Wagner. Vizemeister wurde unterdessen Frank Thurm vor André Junghanns und Bastian Michel. Fünfter wurde schlussendlich noch Marcel Schramm.
Lauf 4: Im letzten Lauf des Tages standen noch die Klassen XC Sport B, XC Sport C und die XC Pre Seniors an den Startlinien der Bühlertanner Naturstrecke, die nicht weit entfernt vom MX-WM Standort Gaildorf liegt.

Gleichauf gingen nach dem Start Jens Klaus und Tim Apolle in die erste Kurve des Rennens der Klasse XC Sport B. Dahinter folgten Manuel Beyhl und Nick Engel, ehe der Rest des Feldes in einem großen Pulk in die erste Ecke bog.
Als das Feld nach rund 6 ½ Minuten zum ersten Mal zurück kam, befand sich Tim Apolle an der Spitze, gefolgt von Marco Langbein und Björn Hofmann. Christian Müller agierte auf Platz vier, jedoch schon mit etwas Respektabstand zu Dominik Pleyer und Manuel Beyhl. Diesen Abstand hatte Dominik Pleyer in der folgenden Runde aber egalisiert und war kurzerhand auch noch an Christian Müller vorbei geschlüpft.

Auch Björn Hofmann hatte nicht mehr lange auf Platz drei gelegen, nachdem Dominik Pleyer hinter ihm aufgetaucht war. Kurzum überholte Pleyer seinen Widersacher und lag damit schon auf Platz drei des Sport-B Feldes. Vorne hingegen brannte Tim Apolle eine schnelle Runde nach der anderen in den Bühlertanner Boden, so dass keiner seiner Kontrahenten auch nur annähernd folgen konnte. Marco Langbein lag nach drei gefahrenen Runden schon 35 Sekunden hinter dem erst sechzehn jährigen Nachwuchstalent Tim Apolle zurück.
Eine Runde danach löste Dominik Pleyer seinen Vordermann Marco Langbein vom zweiten Platz ab, ohne dabei aber dem Führenden Tim Apolle wirklich näher zu kommen. Hinter Marco Langbein lagen noch immer Björn Hofmann und Christian Müller auf den Plätzen vier und fünf.

Bis zum Ende der siebten Runde blieb das Feld unter den ersten fünf Piloten unverändert, ehe Christian Müller an seinem Kontrahenten Björn Hofmann einen Weg vorbei fand. Noch vor den anstehenden Boxenstopps musste sich auch Marco Langbein erst einmal dem von hinten forsch heran rückenden Christian Stopfel geschlagen geben und sich demzufolge nur noch mit Platz vier anfreunden.
Nach den absolvierten Boxenstopps war Christian Stopfel schon auf Platz zwei hinter Tim Apolle vor zu finden, hatte aber auf diesen zugleich uneinholbare 2 Minuten Rückstand. Dritter war zu diesem Zeitpunkt Dominik Pleyer vor Julian Donnecker und Steffen Hornik. Jarno Knaus vom MSC Schefflenz konnte während dieser Phase erfolgreich Platz sechs vor Manuel Beyhl und Martin Greif verteidigen. Kurz danach gelang es Steffen Hornik, sich an Julian Donnecker vorbei zu schieben, wofür als Lohn der vierte Platz heraus sprang.

Kurz vor Schluss gelang es Björn Hofmann erneut Julian Donnecker vom fünften Platz zu verweisen, während Tim Apolle das Rennen völlig ungefährdet als Sieger zu Ende fuhr. Zweiter wurde Christian Müller vor Dominik Pleyer und Steffen Hornik. Björn Hofmann wurde letztlich noch Fünfter vor Christian Sturm und Julian Donnecker.

Die Meisterschaft war dagegen eine klare Sache von Tim Apolle, dem erst sechszehnjährigen Nachwuchstalent aus Billroda. Der Titel des Vizemeisters ging unterdessen an Christian Stopfel vor Björn Hofmann und Christian Sturm. Fünfter wurde immerhin noch der Kehlheimer Dominik Pleyer.
Bei den XC Pre Seniors hatte Michael Schwind am ehesten die erste Kurve erreicht, aber nur wenige Zentimeter hinter sich Oliver Gwosdek, Michael Greiß und Andreas Machleb. Danach folgte schon der Rest des Feldes dicht gedrängt.
Am Ende der ersten Runde waren an der Front aber schon die üblichen Verdächtigen in Form von Frank Mey und Mirko Bartosch auszumachen. Michael Schwind war noch Dritter, hatte aber schon mit Jürgen Mosch und Dirk Staudenecker zwei schnelle Oldies dicht hinter sich.

Nur kurze Zeit später zog Dirk Staudenecker erst an Jürgen Mosch vorbei und nahm sich einige Kurven weiter auch gleich noch Michael Schwind zur Brust. Daniel Peukert und Falko Liebaug taten dasselbe, noch ehe die zweite Runde zu Ende gegangen war, wodurch Jürgen Mosch bis auf Rang sechs zurück gereicht wurde.
Ab der dritten Runde übernahm Mirko Bartosch das Ruder an der Front, während sich Frank Mey auf Position zwei einrichten musste, aber noch ein kleines Polster auf Dirk Staudeneker und Daniel Peukert sein Eigen nennen konnte.
Kurze Zeit später tauchte der Vorjahresssieger Hans-Georg Bernhart auf Platz vier auf, der die restliche Saison versuchsweise bei den XC Experts zugebracht hatte. Nur eine zusätzliche Runde benötigte er im Anschluss, um Platz zwei hinter Mirko Bartosch zu belegen. Dirk Staudenecker auf Platz drei konnte sich zu diesem Zeitpunkt noch erfolgreich der Angriffe Frank Mey´s auf Rang vier erwehren, während Falko Liebaug schon an Daniel Peukert vorbei gegangen war.
Ehe es sich Mirko Bartosch an der Spitze gemütlich machen konnte, war Hans-Georg Bernhart vorbei gerauscht und führte das Feld in die siebte Runde, ehe es zum Tankstopp an die Box ging.

Nachdem alle neuen Brennstoff im Fass hatten, lautete die Reihenfolge zunächst wieder Mirko Bartosch vor Hans-Georg Bernhart und Dirk Staudenecker. Dahinter reihten sich Falko Liebaug, Jürgen Mosch und Daniel Peukert ein.
In der zehnten absolvierten Runde ließ Dirk Staudenecker seinen Dauerrivalen Mirko Bartosch hinter sich und Jan Kolbe zog zugleich an Daniel Peukert, Frank Mey, Jürgen Mosch und Falko Liebaug vorbei, was ihm demzufolge den vierten Platz hinter Mirko Bartosch einbrachte. Aber ehe Dirk Staudenecker sich versah, lag er schon wieder hinter Hans-Georg Bernhart auf Rang zwei und Jan Kolbe wieder hinter Frank Mey und damit dem folglich sechsten Platz. Nur Minuten später schob sich Frank Mey an Jürgen Mosch vorbei auf Platz drei hinter Dirk Staudenecker.
Fünfzehn Minuten vor Ende des Rennens konnte sich Jan Kolbe erneut den fünften Platz von Jürgen Mosch zurück erkämpfen, während davor alles ohne weitere Veränderungen blieb. Mirko Bartosch gab sich allerdings noch nicht geschlagen und verdrängte kurz vor Schluss zumindest noch Dirk Staudenecker vom zweiten Platz. Für die Verhinderung des Sieges von Hans-Georg Bernhart hatte Mirko Bartosch dagegen kein Mittel mehr gefunden, wobei Dirk Staudenecker noch auf den letzten Metern seinen sicher geglaubten dritten Platz an Frank Mey verlor. Jan Kolbe brachte unterdessen sicher seinen fünften Platz vor Falko Liebaug ins Ziel.

Den Meistertitel holte sich damit verdient Mirko Bartosch vor Frank Mey und Steven Lange. Daniel Peukert erreichte noch Platz vier vor Gunnar Junge und Falko Liebaug.
Die letzten Piloten, die an diesem Tag die Bühlertanner Strecke unter ihre Stollenreifen nehmen durften, waren die Probanden der Klasse XC Sport C.
Am besten weg kamen dabei die Piloten Philipp Zorn und André Saal. Dritter am Start war Florian Klose, aber dicht gefolgt von David Gärtlein, Marco Jung und Sally Böde, die nur wenige Meter weiter im dichten Getümmel erst einmal unfreiwillig vom Motorrad musste. Mit mächtig Wut im Bauch rollte sie dann aber dermaßen das Feld von hinten auf, dass sie schon kurze Zeit später wieder in der Spitzengruppe dieser Klasse verweilte.

Nach dem ersten Turn agierte zunächst aber erst einmal Maximilian Hasenwinkel an der Spitze des Feldes, dabei aber dicht gefolgt von Jan Böhm und Florian Klose. Markus Stradinger lag aussichtsreich auf Position drei, während Lutz Starke und Philipp Zorn die weiteren Plätze besetzten. Wenig später übernahm dann Jan Böhm die Führung vor Markus Stradinger und Florian Klose. Maximilian Hasenwinkel rangierte unterdessen nur noch auf Position vier vor Philipp Zorn und Lutz Starke.
Danach mischte sich Daniel Semle mit Platz fünf erstmalig unter die Top-Five dieser Klasse. Ohne Respekt vor der Konkurrenz, ließ er einige Kurven später Maximilian Hasenwinkel keine Chance und verfrachtete diesen kurzerhand hinter sich, wo dieser schon eine Runde später kräftig unter Druck von Sally Böde geriet.
Kurz vor Halbzeit des Rennens löste Markus Stradinger erstmals seinen Widersacher Jan Böhm von der Führungsposition ab, während Sally auf Platz fünf nur noch eine Sekunde hinter Maximilian Hasenwinkel unterwegs war. Florian Klose agierte derweil auf dem dritten Platz.

Nach den Boxenstopps hatten sich Daniel Semle und Robert Eschrich zunächst auf den Plätzen vier und fünf eingefunden, bevor Sally Böde zuerst an Robert Eschrich und wenig später auch noch an Daniel Semle unaufhaltsam vorbei zog. Maximilian Hasenwinkel war zwischenzeitlich bis auf den achten Platz zurück gefallen, während vorne nach wie vor die Piloten Markus Stradinger, Jan Böhm und Florian Klose das Feld anführten.
Ohne sich noch einmal zu beharken, fuhren die ersten Fünf das Rennen in unveränderter Reihenfolge zu Ende, so dass am Ende die Reihenfolge Markus Stradinger vor Jan Böhm und Florian Klose hieß. Sally Böde, die einzigste Dame im Feld beendete schließlich mit einem hervorragenden vierten Platz ihr letztes Rennen der diesjährigen GCC-Saison in dieser Klasse. Fünfter wurde unterdessen noch Daniel Semle.

In der Meisterschaft ging damit der Titel erwartungsgemäß an Markus Stradinger vor Jan Böhm und Florian Klose. Vierter wurde Robert Eschrich, während Sally Böde außer dem XC Women-Titelpokal auch noch den Pokal für den fünften Platz in der Klasse XC Sport C mit nach Hause nehmen konnte.
Bei der abendlichen Meisterschaftsehrung wurden die erfolgreich erkämpften Titel dann auch bis spät in die Nacht hinein, kräftig und gebührend gefeiert, bevor man sich schließlich in der folgenden nasskalten Nacht ins Zelt bzw. Wohnmobil aufmachte.

Der Bericht über die Rennen des zweiten Tages folgt in Kürze hier bei www.xcc-racing.com
Geschrieben von: Rudolf Schuler
Baboons-Press