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Favoriten wurden Ihrer Rolle gerecht.

Fünf gut gefüllte Reihen an Piloten fanden sich beim 3. Lauf in Rudolstadt an der Startaufstellung ein. Mit von der Partie waren in diesem Durchgang die Akteure der Klassen XC Pre Seniors, XC Sport B und XC Sport C. Erwartungsvoll standen alle Favoriten aus der German Cross Country Challenge 2010 gespannt neben Ihren österreichischen und italienischen Fahrerkollegen. Würde man den Enduro erfahrenen Gästen aus dem Süden Europas Paroli bieten können?

Start des dritten Laufes

Der Start der Reihe eins (XC Sport B) ging zunächst aber  erst einmal in deutsche Hand. Christian Stopfel vom gleichnamigen Team war der Erste, der die Linkskurve vor der Boxengasse umrundete, die kurz nach der Startgeraden folgte. Auf gleicher Höhe dahinter folgten  Florian Kempf, Christian Luhm und Michael Flieger. Eher verhalten verlief der Start vom aktuellen deutschen Meister der XC Sport B, Marco Pfeiffer vom MRS Racing Team / MSC Wieslauftal. Nur an etwa 8. Stelle liegend ging er auf die schnelle Rudolstädter Strecke. Allerdings ließ sich der erst Siebzehnjährige davon nicht aus der Ruhe bringen, hatte er doch die ganze Saison über diese Klasse außerordentlich deutlich dominiert und als Krönung  mit dem verdienten Meistertitel abgeschlossen. So kam er auch schon nach rund fünf Minuten als Führender wieder von seiner ersten Runde zurück. Nicht weniger als sechs bis sieben seiner Widersacher hatte er in dieser einen Runde schon hinter sich gelassen und noch dazu einen Vorsprung von zehn Sekunden zwischen sich und den Zweitplazierten Gerhard Krimbacher  gelegt. Die Strecke musste demzufolge Marco Pfeiffer in allen Belangen sehr entgegen kommen.

Christian Luhm

Nach knapp 20 gefahrenen Minuten und drei absolvierten Runden hatte Marco Pfeiffer auf Gerhard Krimbacher schon 40 Sekunden an Zeitpolster heraus gefahren, während Florian Kempf vom MC Veilsdorf auf Platz drei liegend, gerade einmal zwei Sekunden auf seinen Vordermann verloren hatte und damit sozusagen in Schlagdistanz liegend, auf eine sich ihm bietende Chance wartete. Weitere zwanzig Sekunden dahinter rangierte Christian Luhm vom Team QFK-Racing auf Rang vier, noch vor Matteo Marchiaro einem der italienischen Kollegen aus dem VM Junior-Team.

Gerhard Krimbacher

Nach Beendigung von Runde sechs standen für Marco Pfeiffer nach wie vor vierzig Sekunden Zeitguthaben auf Krimbacher zu Buche, der jedoch immer noch von seinem Verfolger Christian Luhm bedrängt, unterwegs war. Zunehmend besser in Fahrt kam zwischenzeitlich Mike Langguth vom RS Racing Team im MC Veilsdorf, der sich dadurch bis zum Ende der achten Runde auf Platz vier nach vorne fahren konnte. Seine Vereinskollegen Florian Kempf und Steve Kreußel lagen mit zwanzig bzw. fünf Sekunden auf den Plätzen fünf und sechs schon einige Meter dahinter. Nur noch auf Rang 7 rangierte zu diesem Zeitpunkt der Italiener Matteo Marchiaro als bester Nichtdeutscher im Feld.

Marco Pfeiffer

Aufgrund eines schweren Sturzes eines Fahrers aus der Klasse XC Pre  Senior am kleinen Table vor dem Ortema-Bogen wurde schon ab der 35. Minute an dieser Stelle unter gelb gefahren. Da zum Abtransport des Verletzten der RTW auf die Strecke musste, wurde das Rennen nach etwas mehr als 60 Minuten Fahrzeit und elf absolvierten Runden vorzeitig, aber mit voller Wertung abgebrochen.
Der Endstand in der Klasse XC Sport B lautete schließlich wie folgt:

1.  Marco Pfeiffer (MRS Racing Team / MSC Wieslauftal, KTM), 2. Gerhard Krimbacher (Gas Gas), 3. Christian Luhm (QFK-Racing, Yamaha), 4. Mike Langguth (RS Racing Team / MC Veilsdorf, Husqvarna), 5. Florian Kempf (MC Veilsdorf, KTM), 6. Steve Kreußel (MC Veilsdorf, Kawasaki), 7. Christian Stopfel (Team Stopfel, Yamaha), 8. Jörg Scherbel (MC-Lehesten, Kawasaki), 9. Matteo Marchiaro (VM Junior Team, Suzuki), 10. Andreas Wirkner (Kawasaki Elf Team Pfeil / Stanke Racing, Kawasaki).

Start der Pre-Seniors

Bei den XC Pre Seniors bestimmte an der ersten Kurve zunächst noch Ronald Gawrisch vom MV Zella-Mehlis im Team Motorradsport Jakobi vor Sandro Lemuth (Team Parthen/MSC Walldorf Werra) und Frank Mey  vom MeY Team das Geschehen. Auf Position fünf schob sich  allerdings schon der mit Nachdruck agierende aktuelle deutsche Meister dieser Klasse, Hans-Georg Bernhart nach vorne in die Spitzengruppe. Auch Bernhart ließ nicht einmal eine Runde verstreichen, bevor er sich seine Widersacher zu Brust nahm und als Führender aus dieser ersten Runde zurück kam.

Marko Steffens

Nach fünf gefahrenen Runden bzw. knapp 20 Rennminuten hatte Bernhart solide 18 Sekunden Vorsprung auf seinen härtesten Widersacher Marco Steffens heraus gefahren. Eine wirkliche Gefahr stellte Steffens bis zu diesem Zeitpunkt  für Bernhart jedoch niemals dar. Noch in Schlagdistanz zu Steffens bewegte Heinz Hadrich von den Hard-Oldies seine KTM recht ordentlich über die Rudolstädter Bravourstrecke, während Olaf Noßmann (Team Jakobi) und Steffen Hornik (Team Hornik) die Top-Five komplett machten.

Heinz Hadrich

Bis zum Ende der achten Runde ergaben sich unter den ersten fünf Platzierungen keine weiteren Änderungen. Durch den Sturz von Enrico Vetter vom Team KTM-Polenz Bobingen am kleinen Table vor dem Ortema-Bogen musste an dieser Stelle zunächst eine längere Gelbphase erfolgen,  damit die für den  Piloten notwendige medizinische Erstversorgung gewährleistet werden konnte. Einige der Probanden waren allerdings so sehr im Rennfieber, dass sie fast noch die Flagge schwenkenden Streckenposten überfuhren. Zwei namentlich bekannte Akteure lieferten sich kurz vor der Zählstelle sogar ein mit Schimpfworten durchflutetes Handgemenge, nur weil sie einen Moment warten mussten, während der RTW des Roten Kreuzes kurz ein kleines Stück der Strecke passierte. Keiner der beiden Streithähne billigte dem anderen auch nur annähernd zu, nach der Durchfahrt des RTW als erster wieder ins Geschehen eingreifen zu können.
In den verbleibenden Runden bis zum anschließend erfolgten Abbruch des Rennens machte Massimilliano Ceriotti vom Achille Varzi noch einmal ordentlich Druck und ließ die Piloten Frank Mey und Steffen Hornik kurz entschlossen hinter sich. Lohn der Mühen für diese Aktion war am Ende ein fünfter Platz  in dieser Klasse. Hans-Georg Bernhart hingegen kontrollierte ganz vorne das Feld nach Belieben und ging mit einem immer noch komfortablen Vorsprung von sechs Sekunden auf Marko Steffens in Rudolstadt als neuer Europameister der Klasse XC Pre Seniors durch den Rudolstädter ECC-Zielbogen.

Hans-Georg Bernhart

Nach insgesamt elf gefahrenen Runden wurde der Lauf dann nach 60 Minuten mit voller Punktewertung wie folgt abgeschlossen:

1.  Hans-Georg Bernhart (KTM Team Musch, KTM), 2. Marko Steffens (Team Parthen, Yamaha), 3. Heinz Hadrich (Hard-Oldies, KTM), 4. Olaf Noßmann (Team Jakobi, KTM), 5. Massimiliano Ceriotti (Achille Varzi, Suzuki), 6. Steffen Hornik (Team Hornik, Husqvarna), 7. Frank Mey (MeY Team, Honda), 8. Sandro Lemuth (Team Parthen/MSC Walldorf Werra, Yamaha), 9. Ronald Gawrisch (MV Zella-Mehlis Team Motorradsport Jakobi, KTM, 10. Peter Hofherr (MSC-RAIBA-EHRWALD / 2Rad Zirknitzer, Husaberg).

Gerangel am Start der Sport C

Als letzte in diesem Run gingen die Piloten der Klasse XC Sport C auf ihre Reise. Auf den ersten Metern die Nase vorn hatte zunächst einmal Manuel Beyhl vom Team Bieberbach. Direkt dahinter der die komplette Saison und diese Klasse dominierende  Mann Kevin Abele vom Team MH-Motorräder/ Mc Windsberg. Ebenfalls wieder einmal war mit einem exzellenten Start unterwegs war der aktuelle Europmeister im Motorenweitwurf, Willi Hanisch auf Position 3 nach der ersten Kurve.

Christian Beyersdörfer

Wie in den anderen Klassen auch, kam auch bei den Sport C Piloten der haushohe Favorit Kevin Abele als Erster wieder von der ersten Runde zurück. Ein besonders interessantes Bild in den Ergebnislisten bot sich dem Zuschauer dann am Ende von Runde drei. Kevin Abele nach wie vor ganz vorne im Feld, dann aber nicht weniger als vier Piloten vom Team Bieberbach, die auf den Plätzen zwei bis fünf unterwegs waren. Wobei Manuel Beyhl  auf Position zwei unterwegs war, während sich Christian Beyersdörfer, Tobias Häfner und Dominik Röhrig die dahinter liegenden Plätze unter den Nagel rissen.

Andreas Braun

Kräftig am Kabel zog auch Andreas Braun vom Team Jakobi und arbeitete sich damit zielstrebig vom anfänglich achten bis auf den fünften Platz am Ende der achten Runde vor und sprengte damit zumindest am Ende die Team Bieberbach-Kette wieder auf. Mit Christian Beyersdörfer lag weiterhin einer von drei Teamkollegen aus dem Hause Biberbach auf Rang zwei, während Dominik Röhrig und Manuel Beyhl auf Position drei und vier unterwegs waren. Tobias Häfner musste sich zwischenzeitlich nur noch mit Position acht anfreunden, hinter Willi Hanisch (wwp-racing) und Benjamin Zimmermann (Gas Gas Kadelack) liegend.

Kevin Abele

In den restlichen 3 Runden, die bis zum Abbruch verblieben, konnte Andreas Braun erneut noch einmal forcieren und übernahm damit noch vor der Zieleinfahrt die zweite Position im Feld der XC Sport B hinter Kevin Abele. Auf Platz drei bis fünf kamen  im Ziel an, die Piloten Christian Beyersdörfer, Dominik Röhrig und Manuel Beyhl, alles Piloten aus dem Team Bieberbach.
Der erste Pilot, der nicht unter deutscher Flagge startete, fand sich am Ende auf Position 18 des Feldes wieder. Der Österreicher Martin Weller vom MSC Mattighofen war damit der einzigste Pilot, der in die Phalanx der besten Zwanzig  in der Klasse Sport C eingreifen konnte.
Schlussendlich lautete die Reihenfolge im Ziel dann wie folgt:

1. Kevin Abele (Team MH-Motorräder/ Mc Windsberg, Husaberg), 2. Andreas Braun (Team Jakobi, KTM), 3. Christian Beyersdörfer (Team Bieberbach, KTM), 4. Dominik Röhrig (Team Bieberbach, KTM), 5. Manuel Beyhl (Team Bieberbach, KTM), 6. Willi Hanisch (wwp-racing, Yamaha), 7. Benjamin Zimmermann (Gas Gas Kadelack, Gas Gas), 8. Tobias Häfner (Team Bieberbach, KTM), 9. Andreas Neufert (Cross Team Böde, ), 10. Kay Ziesenhenne (Team Stopfel Racing, Yamaha).

Damit zurück zu der Frage am Anfang.
Mitnichten konnten die Piloten unter deutscher Flagge den endurotechnisch hochrangigen Piloten aus den südlicheren Gefilden Europas mehr als nur Paroli bieten. In allen Klassen haben die Favoriten aus der German Cross Country  einmal mehr bewiesen, mit zu den besten Enduro-Piloten zu gehören.

Nachtrag:
Im Laufe des Nachmittags kam dann die für alle Beteiligten sehr erfreuliche Nachricht, dass bei dem gestürzten Piloten keine schwerwiegenderen Verletzungen diagnostiziert wurden, wenn auch die Sache am Ort des Geschehens zunächst ein etwas anderes Bild bot.

Alle weiteren Resultate wie immer in den detaillierten Ergebnislisten auf www.xcc-racing.com

ACC Tour 2019

04.05.2019 - ACC Launsdorf
13.07.2019 - ACC Hochneukirchen
03.08.2019 - ACC Mühlhausen (DE)
24.08.2019 - ACC Mattighofen

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